Vergleichswert

Obwohl das Vergleichswertverfahren gleichrangig neben Ertrags- und
Sachwertverfahren besteht, wird dem Vergleichswert – aufgrund seiner
Überzeugungskraft und Plausibilität – Vorrangigkeit beigemessen.

Anwendungsbereiche sind  die Bodenwertermittlung sowie Verkehrswertermittlung bebauter Grundstücke, insbesondere typisierter Objekte, wie z.B. Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen.

§ 15 ImmoWertV

“Im Vergleichswertverfahren wird der Vergleichswert aus einer ausreichenden Zahl
von Vergleichspreisen ermittelt. Für die Ableitung der Vergleichspreise sind die
Kaufpreise solcher Grundstücke heranzuziehen, die mit dem zu bewertenden
Grundstück hinreichend übereinstimmende Grundstücksmerkmale aufweisen….”

Arten des Vergleichswertverfahrens

  • Unmittelbarer Preisvergleich

Ableitung des Verkehrswerts direkt aus Vergleichspreisen, die hinsichtlich ihres Stichtags und ihrer Zustandsmerkmale übereinstimmen

  • Mittelbarer Preisvergleich

Ableitung des Verkehrswerts aus Vergleichspreisen, die hinsichtlich ihres
Stichtags und ihrer Zustandsmerkmale an das Bewertungsobjekt angepasst
werden müssen

  • Indirektes Vergleichswertverfahren

Die Vielzahl der Vergleichspreise wurde auf ein fiktives Normobjekt mit
definierten Zustandsmerkmalen bereits angepasst.  Die jeweiligen einzelnen
Vergleichspreise sind nicht bekannt.  Beispiel – Bodenwertermittlung mittels
Bodenrichtwerten