Kaufpreissammlung

Der Begriff Kaufpreissammlung entstammt dem Baugesetzbuch, konkret dem § 195 BauGB.

Die Kaufpreissammlung ist eine vom jeweilig zuständigen Gutachterausschuss geführte Sammlung von Verträgen, in denen sich jemand verpflichtet Eigentum an einem Grundstück zu übertragen oder ein Erbbaurecht zu begründen.

Die Kaufpreissammlung ist eine wichtige Grundlage für die Ermittlung von Bodenrichtwerten, Marktanpassungsfaktoren und Liegenschaftszinssätzen.

Diese für die Immobilienbewertung essentielle Daten können aus dem vereinbarten Kaufpreis mittels Rückrechnung abgeleitet werden.

Die Rückrechnung basiert dabei auf dem vereinbarten Kaufpreis sowie weiteren Informationen, welche u. a. durch eine Vorortbesichtigung und eingehende (auch schriftliche) Befragung recherchiert werden.

Eine davon abweichende Herangehensweise zur Ableitung derartiger Daten ist möglich.