Jahresrohmiete

Der Jahresrohertrag (auch Jahesrohmiete) ist der Betrag, welcher bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung und zulässiger Nutzung marktüblich für die Bereitstellung von Raum und Fläche gezahlt wird. Der im Rahmen des EW-Verfahrens anzusetzende Rohertrag beinhaltet nicht

  • die Mehrwertsteuer (bei gewerblicher Vermietung)
  • die umlagefähige Betriebskosten
  • und ggf. soweit ortsüblich oder vertraglich geregelt die kleine Instandhaltung

§ 18 ImmoWertV:

„(1) Der Reinertrag ergibt sich aus dem jährlichen Rohertrag abzüglich der
Bewirtschaftungskosten (§ 19).

(2) Der Rohertrag ergibt sich aus den bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung
und zulässiger Nutzung marktüblich erzielbaren Erträgen. Bei Anwendung des
Ertragswertverfahrens auf der Grundlage periodisch unterschiedlicher Erträge ergibt
sich der Rohertrag insbesondere aus den vertraglichen Vereinbarungen.“

Bei der Ermittlung des Jahesrohertrags dienen in der Praxis vorhandene Datensammlungen.  Besonders geeignet sind in diesem Zusammenhang:

  • Mietspiegel (für nicht geförderten Wohnungsbau)
  • Eigene Auswertungen des Sachverständigen durch Auswertung von Mietverträgen
  • Mietpreisspiegel von Maklerverbänden (RDM, VDM) oder Immobilienbörsen
  • Mietwertübersicht in den Grundstücksmarktberichten der regionalen
    Gutachterausschüsse
  • Mietwertübersicht der Industrie- und Handelskammer